Fotos: Tipps & Tricks

Einleitung

Jedes Jahr werden bei den verschiedenen Aktivitäten des ADFC Bergstraße eine Vielzahl von Bildern für verschiedenen Verwendungszwecke produziert. Einige dienen dazu, Zeitungsberichte zu illustrieren, andere werden auf der Homepage präsentiert. Am Jahresende wird aus einer Auswahl dieser Bilder noch eine Diashow zusammengestellt, um das gesamte Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen. Für alle diese Anwendungszwecke werden unterschiedliche Qualitätsansprüche an die Bilder gestellt. In diesem Artikel soll weniger auf den „künstlerischen“ Aspekt eingegangen werden, sondern mehr die technische Seite (Auflösung, Bildformat, Bildübertragung) betrachtet werden. 

Bildauflösung

Ein digitales Bild besteht aus einzelnen Bildpunkten (Pixel). Jedes Pixel enthält Informationen zu Farbe und Helligkeit. Die Anzahl der Pixel eines Bildes kann man ermitteln, indem man sich die Eigenschaften eines Bildes anzeigen lässt. Am PC benutzt man dazu die rechte Maustaste und wählt „Eigenschaften“ aus. Auf dem Smartphone (Android) gibt es bei der Bildanzeige im Menü die Möglichkeit sich „Details“ anzuzeigen. Details eines Bildes auf einem Android Smartphone Die Auflösung eines Bildes ist davon abhängig, in welcher Größe das Bild präsentiert werden soll. Sie wird in dpi (dots per inch) angegeben und sagt aus, wie viele Bildpunkte pro Zoll vorhanden sind. Daran ist schon ersichtlich, dass bei der Vergrößerung eines Bildes sich die Auflösung verringert, da die vorhandenen Bildpunkte auf eine größere Fläche verteilt werden. Für die verschiedenen Verwendungszwecke werden unterschiedliche Anforderungen an die Bildauflösung gestellt. Um es für „Festlandeuropäer“ etwas anschaulicher zu machen, wurde die Auflösung in den folgenden Beispielen auch in der weniger üblichen Maßeinheit dpcm (dots per cm), also in Bildpunkte pro cm dargestellt.   Rechenbeispiel: Wie viele Pixel sollte ein Digitalbild für einen Fotodruck im Format 15 x 10 cm (Postkarte) haben? Länge: 15 cm x 120 dpcm = 1800 Pixel Breite: 10 cm x 120 dpcm = 1200 Pixel Das Digitalbild sollte 1800 x 1200 Pixel = 2,2 MP haben, um einen optimalen Ausdruck zu gewährleisten. Beispiele für optimale und ungenügende Auflösung: Zeitschrift: Bei einer Bildbreite von 7cm sind ca. 840 Pixel optimal.   Optimale Auflösung für Zeitschrift 840x473 Pixel (120 dpcm) Zu geringe Auflösung 130x73 Pixel (18 dpcm) Für die Präsentation der Bilder auf modernen Geräten (Fernseher, Beamer) ist die Full-HD-Auflösung anzustreben. Das heißt, die Bilder sollten mindestens 1920 x 1080 Pixel haben. Soll während der Präsentation auch noch in Details gezoomt werden, ist eine noch höhere Auflösung wünschenswert.

Bildformat (Seitenverhältnis)

Die meisten Fotoapparate haben, ein Seitenformat von 4:3 voreingestellt, weil auch die üblichen Fotoausdrucke in diesem Format erstellt werden. Die modernen Displays von Smartphones, Tablets, Laptops und Fernsehgeräten haben ein Seitenverhältnis von 16:9. Das hat zur Folge, dass bei der Darstellung von 4:3-Bildern links und rechts ein schwarzer Rand entsteht bzw. oben und unten das Bild abgeschnitten wird.   Schwarze Ränder bei Bildformat 4:3 auf einem Display mit Seitenformat 16:9. Die Bildformate können bei den meisten modernen Kameras und Smartphones vom Anwender selbst gewählt werden. Ebenfalls ungünstig für die elektronische Präsentation sind Bilder im Hochformat, besonders im 9:16-Format. In diesen Fällen entsteht ein Bild mit sehr breiten schwarzen Rändern und damit ungenutzter Darstellungsfläche.   Ungenutzte Displayfläche bei Bildern im Hochformat 9:16

Bildübertragung

Bilder werden heute gern mal schnell über die kostenlosen Messenger (WhatsApp, Telegram) ausgetauscht. Das ist zwar sehr praktisch, aber meist mit einem deutlichen Qualitätsverlust verbunden. Tests zeigen, dass Bilder von 3000 x 2000 Pixel (Dateigrößen von 2,5 bis 3 Mbyte) beim Empfänger mit 1600 x 1066 Pixel (Dateigröße 300 kByte) ankommen. Darüber hinaus leidet die Qualität durch sehr starke JPEG-Kompression. Diese Bilder können höchstens noch für Präsentationen im Internet oder für Fotoausdrucke bis 10 x 15 cm verwendet werden. Für diejenigen, die ihre Bilder auch ohne Qualitätsverlust per WhatsApp übertragen möchten, gibt es den Umweg über den Anhang als „Dokument“. Anleitungen hierzu sind im Internet zu finden. Der Versand einer größeren Anzahl von Bildern per Email ist ebenfalls nicht empfehlenswert, weil man dabei schnelle an die Grenzen der Kapazität der Postfächer stößt. Die Mailprogramme selbst haben auch eine Begrenzung für die Größe des Mailanhangs oder die Bilder werden automatisch verkleinert. Besser ist es, die Bilder über die Cloud zu versenden. Hierfür werden die Bilder bei einem beliebigen Anbieter von Speicherplatz hochgeladen und der Freigabelink an den Empfänger geschickt, der dann in der Lage ist, die Bilder in voller Qualität wieder herunterzuladen. Anbieter sind: Dropbox, Instagram oder die Medien Center der verschiedenen Internetprovider (Telekom, GMX, …). Empfehlenswert ist auch www.wetransfer.com. Auf dieser Seite können ohne jegliche Registrierungsangaben Dateien bis zu einer Größe von 2 GByte kostenlos verschickt werden. Die Bedienung ist einfach und selbsterklärend.

Zusammenfassung

Bilder in maximaler Auflösung fotografieren Bildformat möglichst an das Ausgabemedium anpassen (16:9 für moderne Displays, 4:3 für Fotodrucke) Hochformat nur in Ausnahmefällen verwenden Bilder verlustfrei übertragen
· · · · Pixel pro Zoll (dpi)  Pixel pro cm (dpcm) Internet 72 28 Tageszeitung 120 47 Zeitschrift/Magazin 300 120 Fotodruck 300 120 Besucher: